Achtsamkeit: Auf der Suche nach dem Moment.

Achtsamkeit? Was bedeutet das eigentlich? Da war doch mal so eine Geschichte von einem Mönch, der auf die Frage nach dem Geheimnis seiner Zufriedenheit sagte:
“Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich.“ 

Noch vor gar nicht so langer Zeit hätte meine Version der Geschichte an einem durchschnittlichen Tag etwa so geklungen:

Wenn ich stehe, dann schau ich auf´s Handy,
wenn ich gehe, dann telefoniere ich,
wenn ich sitze, dann am Computer und
wenn ich (überhaupt) esse, dann während ich die Freizeit nutze,
um zumindest meinen Facebook-Account zu checken oder ein Lokal für den Abend auszusuchen.

„Optimieren um zu überleben” war das Credo, Effizienz das Zauberwort.

Dieser Lebenstrend machte auch vor dem Privatleben nicht halt. Unproduktive Zeiten kann sich bei so einem Programm nunmal keiner leisten. Obendrein hatte ich verlernt, einfach nur „da zu sein“. Im Moment sein? WO??? Ich habe am Rande mitbekommen, dass es auf dieser Erde doch einige merkwürdige Wesen gibt, die da etwas anders machen. Wie z.B. meinen Mann. Nach der ersten gemeinsamen Nacht hat er mir vorsichtig eröffnet, dass er „da so eine Eigenart“ habe: Nach dem Aufwachen brauche er 15 Minuten Ruhe für „autogenes Training“.  Ich habe damals verständnisvoll genickt, ganz leicht übertrieben und so getan als wäre der seit 3 Tagen versuchte morgendliche Sonnengruß auch mein meditativ angehauchter fixer Tageseinstieg.

Dem Burnout durch die Finger rutschen

Während ich das keine volle Woche durchgehalten habe, macht mein Mann das 8 Jahre später noch immer – und ich glaube es ist einer der wichtigste Gründe, warum er dem Thema „Burnout“ trotz wirklich langjähriger und hoher Arbeitsbelastung beharrlich durch die Finger rutscht. 5 Minuten Meditation täglich – egal wie – machen laut Psychologin Mag. Sandra Zaunfuchs, die ich in meinem ersten Achtsamkeitsworkshop kennengelernt habe, schon wirklich einen Unterschied.

Meditation? „Dafür bin ich zu unruhig!“

Ich habe das Thema „Meditation“ nie für mich erschlossen, obwohl ich es mir immer gewünscht habe. Viel zu unruhig ist mein Geist, dachte ich immer. Aber genau darum würde ich es ja so dringend brauchen – weil mein Kopf immer voller Gedanken und Ideen steckt – und so wunderbar sie auch oft sind: Das laugt mich aus! Mein Hirn braucht Ruhe und ich will es abschalten. Oder besser: Auf eine Sache fokussieren. Aber für mich war der Wunsch immer verbunden mit: Ich muss wieder etwas lernen, einen Kurs besuchen, monatelang irgendwo hingehen und ÜBEN obendrein. Das wollte ich nicht, dafür war nie Platz und das Projekt Meditation damit zum Scheitern verurteilt.

Und dann war es plötzlich da, dieses schöne alte Wort: ACHTSAMKEIT!

In einem Vortrag letztes Jahr im Oktober. Einfach so, ganz beiläufig. Und „auf mich achten“, das sollte ich. Ich begann mich mit dem Thema zu beschäftigen und fand heraus, dass hinter diesem alten sperrigen Ausdruck “Achtsamkeit” ein Konzept steckt, eine Geisteshaltung, in der für mich ein Schlüssel verborgen ist, den wir alle in einer sich immer schneller drehenden Welt gut gebrauchen können. Auch Techniken, über die ich noch ganz viel lernen könnte, aber nicht muss. Eine Haltung zur Welt in die man ganz leicht einsteigen kann, indem man einfach beginnt. Ganz klein! Im Alltag: 

Achtsamkeit Kind lesen

Ich versuche manchmal ganz im Moment zu sein und wirklich nur diese eine Sache zu erleben:

Wenn ich mit meinem Sohn abends ein Buch lese, dann lese ich.
Wenn ich einen Turm baue, dann baue ich.
Und wenn ich spazieren gehe, setze ich manchmal einfach nur einen Fuß vor den anderen.

PS: und wenn ich mal abdrifte ist das auch OK und ich versuche nicht so streng mit mir zu sein – das ist auch Teil des Konzepts.

Ich möchte mehr lernen und kennenlernen, weil ich merke wie gut mir das tut. Vielleicht ist ja auch für Euch was dabei! Womit habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Welche “einfachen” Einstiege in das Thema Meditation könnt Ihr empfehlen? Ich freue mich über Eure Ideen und darauf sie auszuprobieren.

Du weißt nicht, ob das was für dich sein könnte? Hier noch ein Expertenpost mit Psychologin Mag. Sandra Zaunfuchs: Achtsamkeit wird zum größten Gegen-Trend unserer Zeit. 6 Dinge, die sie Dir bringt!

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Wir bekommen schon viel zu viele Mails, ich weiß! Darum soll es von uns auch nur 1x im Monat eine Nachricht geben – speziell für alle, die nicht auf Facebook sind & trotzdem mit uns in Kontakt bleiben möchten.

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