Grübeln lässt sich stoppen!

Irgendetwas ist passiert – oft eine Kleinigkeit – und das Grübeln beginnt. Eine Mail von einem Kunden, ein kleiner Fehler in einer Präsentation, ein Satz von einem Kollegen oder Freund – und schon beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen. Der Bauch meldet auch: Irgendetwas ist nicht OK. Auch wenn es uns überzogen vorkommt, die Flut an Unwohlsein lässt sich einfach nicht aufhalten. Mehr noch: Wir ärgern uns über uns selbst, weil uns eine Kleinigkeit so sehr aus dem Gleichgewicht bringt!

Wir müssen keine Psychologen sein, um zu wissen: Damit machen wir alles nur schlimmer. Aber wie kommen wir raus? An alle, die das nicht kennen: Herzlichen Glückwunsch! Für alle, deren Gehirn funktioniert wie meines, hier 3 Soforttipps, die ich aus meinem letzten Achtsamkeitsseminar bei Arbeitspsychologin Mag. Sandra Zaunfuchs mitgebracht habe. Verdammt simple – aber ich hätte nie daran gedacht & es hilft wirklich!

#No1 – Sauscharf: Beiß in eine Chili!

Endlich weiß ich, wozu ich sie jedes Jahr auf dem Fensterbrett anbaue, ohne je eine zu essen: Chili ist meine neue Geheimwaffe! Wenn du dich in Gedanken verrennst, von denen du merkst, dass sie dich ohne einen Nutzen zu bringen unnötig Energie kosten: Beiß rein!

Warum? „Hilf dem Hamster in Dir stehenzubleiben!“
„Wenn negative Emotionen kommen, ist es Ziel, sich in den gegenwärtigen Moment zurückzuholen, indem man seine Sinne anregt!“, erklärt mir Sandra im Seminar. „Das Gehirn läuft den ganzen Tag wie ein Hamster – und es kann sein, dass sich dieser Hamster in etwas reinstrampelt und nicht weiß wie er rauskommt. Durch einen starken Sinnesreiz kommt er kurz zum Stillstand, entspannt sich und man kann Probleme ganz anders angehen. Der mentale Fokus wird wieder beweglich, ich atme durch und kann viel lösungsorientierter herangehen.“ Vielleicht ist es dann gar nicht nötig, dem Kunden ein böses Mail zurückzuschreiben, dem Partner etwas Unüberlegtes auf die Mailbox zu sprechen oder sich den Schlaf rauben zu lassen, den man so dringend braucht. „Man kommt aus den Emotionen heraus, der Kopf kühlt ab und wir können wieder auf unsere natürliche Intuition zugreifen – und die ist hier ein besserer Ratgeber.”

#No2 – Eiskalt: Die Arme kalt abspülen!

Wer sich die Chili-Bombe nicht geben will, für den gibt es sanftere Alternativen: Auch ein Sinnesreiz über die Haut kann wirksam sein. Überall und auch im größten Stress möglich: Auf die Toilette gehen und die Arme eiskalt abspülen. Oder im Winter draußen in den Schnee stecken.

#No3 – dufte Sache: Pfefferminzöl!

Was schon hysterischen Damen zu Zeiten der Monarchie auf die kognitiven Sprünge half, macht tatsächlich Sinn: „Riechsalz“. „Heute in Form von Pfefferminzöl aus dem Drogeriemarkt“, rät Sandra. Kann man am Schreibtisch stehen haben oder in der Tasche – und wenn der Kopf davongaloppiert, einfach mal eine Nase davon einatmen und mit „After-Eight“-umnebeltem Kopf wieder zu sich selbst finden.

Funktioniert das bei jedem?
Sandra: „Grundsätzlich ja. Je intensiver der negative Reiz ist, umso schwerer kann die automatische Reaktion im Gehirn unterbrochen werden. Wenn die Situation an einem alten Trauma rührt, kann die Gedankenspirale oder das negative Gefühl auch tagelang anhalten. Aber es gibt so viele alltägliche Situationen, bei denen der Reiz nicht so stark ist und aus denen man sich selbst gut auf so eine Weise rausholen kann.“

Was könnte noch funktionieren? Chili- oder Zitronentyp?
Sandra: „Wirklich alles, was die Sinne anregt. Was genau das Richtige ist und wie stark der Reiz sein muss, ist eine Typfrage und auch abhängig von der Situation. Für manche ist die Chili das Richtige – für andere reicht eine Zitrone völlig aus oder sogar schon das Rausgehen an die frische Luft, das man ja oft instinktiv tut. Draußen barfuß gehen – ruhig auch wenn es kalt ist – kann auch helfen. Hier sind dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt. Einfach ausprobieren, was den eigenen Hamster im Gehirn am besten ausbremst“. Damit wir aus dem Grübeln über´s Grübeln endlich rauskommen!

Mag. Sandra Zaunfuchs (www.staerkenstaerken.at) beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Entdeckung wirksamer Ansätze und Methoden zur Stressreduktion und Verbesserung der Work-Life-Balance. Sie berät Unternehmen, Bildungsinstitutionen und soziale Einrichtungen beim Aufbau gesunder Arbeits- und Beziehungswelten. Einzelpersonen unterstützt sie bei der Entwicklung eines gesünderen Lebensstils und der Entfaltung des Persönlichkeitspotenzials für mehr Erfolg auf beruflicher und privater Ebene. Ihr persönliches Balancerezept ist die tägliche Meditation, stille Zeit in der Natur und die Beschäftigung mit Kunst & Kultur gemeinsam Freunden und Familie. 2013 ist sie den spanischen Jakobsweg gegangen und kann sich ein Leben ohne regelmäßige Sitz- und Gehmeditation nicht mehr vorstellen.

Deine Happy E-Mail! 1x im Monat 

Wir bekommen schon viel zu viele Mails, ich weiß! Darum soll es von uns auch nur 1x im Monat eine Nachricht geben – speziell für alle, die nicht auf Facebook sind & trotzdem mit uns in Kontakt bleiben möchten.

Eine E-Mail, die Dich 1x im Monat daran erinnern soll, auf Dich selbst zu achten! Dir Zeit zu nehmen für Dinge, die Dir wichtig sind! Mit Impulsen rund um Achtsamkeit, natürliche Gesundheit, Lebensbalance und kleinen Tipps für einen entspannten und lebensfrohen Alltag! Eine Mail, bei der man sich darüber freut, dass sie in den Posteingang flattert. Mit den Links zu unseren neuesten Wefi-Videos.

Wir passen gut auf Deine Mailadresse auf & verwenden sie ganz bestimmt nur für diesen Zweck!
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