Überlastet? Lasst uns die Welt ein bisschen leiser stellen

Vor etwas mehr als einem Jahr war Achtsamkeit für mich einfach irgendein „altes Wort“. Man kennt es, aber niemand sagt das. Man ist höchstens mal „UNachtsam“ im Straßenverkehr – aber ACHTSAM? Was bedeutet das überhaupt? Offenbar bin ich nicht die einzige, die sich dem ZU VIEL und ZU SCHNELL der Welt entgegenstellen möchte: Zukunftsforscher Matthias Horx erklärt im Zukunftsreport 2016 Achtsamkeit (engl. „Mindfulness“) zum größten „Gegen-Trend“ unserer Zeit. Was dieses Wort „kann“ und warum wir uns näher damit beschäftigen sollten? Zwei Workshops bei Coach und Arbeitspsychologin Mag. Sandra Zaunfuchs (www.staerkenstaerken.at) waren für mich erste Schritte auf einem Weg, den ich gerne weiter gehen möchte. Sie hat das Thema auch zum Jahresschwerpunkt ihrer Seminare gemacht und nennt uns 6 Gründe:

 „Achtsamkeit“ (engl. “Mindfulness”) bedeutet
– bewusst wahrzunehmen was gerade in uns und um uns herum passiert
– und es einfach anzunehmen, ohne es zu bewerten!    

Mag. Sandra Zaunfuchs, Arbeitspsychologin

 

Achtsamkeit zu entdecken ist in unserer Zeit so wichtig, weil:

1. …sie Dich in den Moment holt.

Sandra: “Achtsamkeit bedeutet das Bewusstsein auf den gegenwärtigen Moment zu lenken und darin aufzugehen. Ganz gleich was ich gerade tue. Ich bin mit meinen Gedanken nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit, sondern im Jetzt. Das kann jeder einfach tun, einfach versuchen! Jetzt gleich!“

2.  …sie Dir hilft, die kleinen Dinge im Leben wieder zu sehen und zu schätzen.

Sandra: „Wenn wir in einem Moment achtsam sind, nehmen wir viele kleine Dinge wieder bewusst war und realisieren, wie viel Schönes es in unserem Leben gibt. Ob man seinen Kindern beim Spielen zusieht, den Hund streichelt, die bunten Blätter im Park bewundert oder „achtsam“ den Geschmack des Essens wahrnimmt, anstatt es schnell herunterzuschlingen. Diese Art, das Leben zu sehen, hilft uns auch, wieder viel dankbarer zu sein.“

3. … sie Dich vor Reizüberflutung schützt.

Sandra: „Durch die modernen Technologien überfluten wir unser Gehirn. Multitasking und ständiges Online sein werden als berufliche Tugenden gesehen, die aber dafür sorgen, dass wir Unmengen an unnützem Wissen aufnehmen. All das versetzt uns in chronischen Stress. Achtsamkeit hilft dabei, sich auf eine Sache zu konzentrieren und wieder bewusst zu entscheiden, was unserer Energie und Aufmerksamkeit wert ist. Das entspannt unser Gehirn. Wer achtsam durch den Tag geht – ist abends weniger müde!“

4.… sie Dir hilft, die eigenen Bedürfnisse wieder besser zu spüren.

Sandra: „Viele von uns tun täglich eine Menge für andere – seien es die Arbeitskollegen oder Familie – und vergessen dabei darauf, für sich selbst gut zu sorgen. Wir brauchen gute Nahrung, ausreichend Schlaf, Bewegung oder Entspannung – wir sind keine Roboter. Wenn wir durch Achtsamkeit unsere Bedürfnisse wieder besser spüren, kommen viele gute Gewohnheiten – wie Sport oder eine Stunde früher zu Bett gehen – von selbst. Einfach weil wir wieder merken, was wir brauchen!“

5.… sie dich gelassener macht.

Sandra: „Bei der Achtsamkeit geht es auch darum, die Welt wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten. Auch die eigenen Gedanken oder Gefühle. Sich nicht zu ärgern, weil wir selbst oder die Welt nicht so funktionieren, wie wir es gerade gerne hätten. Wenn das gelingt, sparen wir viel Energie für Dinge, die wirklich wichtig sind.”

6.…weil wir dazu nichts extra lernen müssen.

Sandra: „Man kann einfach beginnen! Jederzeit. Heute. Es gibt zwar rund um das Thema Achtsamkeit eine Menge Methoden, die man lernen kann und die dabei unterstützen in den Moment zu finden und die eigenen Bedürfnisse zu spüren – aber das ist gar nicht nötig, um zu beginnen. In Kurse zu gehen ist für viele Menschen abschreckend. Wieder ein Termin! Jeder kann auch so klein anfangen, achtsamer zu leben.“

Achtsamkeit: Jeder kann klein anfangen! Sandra: „Indem wir uns z.B. jeden Tag eine Tätigkeit aussuchen, die wir ganz bewusst tun und dabei versuchen, unsere Aufmerksamkeit nur auf den Moment, unsere Atmung und unseren Körper zu richten. Das kann die Dusche am Morgen sein, ein Spaziergang oder ein paar Minuten, in denen wir bewusst eine Tasse Tee trinken.

Mehr Tipps von Sandra für mehr Achtsamkeit im Alltag & erste Übungen findet ihr demnächst hier im Balance-Blog!

Achtsamkeit ist ein Thema, an dem ich dranbleiben möchte. Das mich und diesen Blog begleiten soll. Meinen ganz persönlichen Zugang dazu findet Ihr hier: Die Entdeckung der Achtsamkeit: Wie ein altes Wort mir neue Wege zeigt. Ich möchte lernen – in kleinen Schritten. Erfahrungen machen. Weniger streng zu mir selbst sein, netter und nachsichtiger –  und eben achtsamer. Habt ihr Erfahrungen damit gemacht? Tipps, wie man die Achtsamkeit im Alltag für sich entdecken kann? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Alles Liebe!
Andrea

Mag. Sandra Zaunfuchs (www.staerkenstaerken.at) beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit der Entdeckung wirksamer Ansätze und Methoden zur Stressreduktion und Verbesserung der Work-Life-Balance. Sie berät Unternehmen, Bildungsinstitutionen und soziale Einrichtungen beim Aufbau gesunder Arbeits- und Beziehungswelten. Einzelpersonen unterstützt sie bei der Entwicklung eines gesünderen Lebensstils und der Entfaltung des Persönlichkeitspotenzials für mehr Erfolg auf beruflicher und privater Ebene. Ihr persönliches Balancerezept ist die tägliche Meditation, stille Zeit in der Natur und die Beschäftigung mit Kunst & Kultur gemeinsam Freunden und Familie. 2013 ist sie den spanischen Jakobsweg gegangen und kann sich ein Leben ohne regelmäßige Sitz- und Gehmeditation nicht mehr vorstellen.

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